Wie steht es aktuell um die Schulden der Deutschen? Ein Überblick.

16 Dez
16. Dezember 2016

Millionen Deutsche befinden sich in der Schuldenfalle.

Die Zahl der Überschuldeten steigt. Besonders Ältere und Alleinerziehende sind betroffen. Das Geld wird knapp, auch in der Weihnachtszeit – vielen Menschen in Deutschland geht es so. Und viele unternehmen erst etwas, wenn es schon fast zu spät ist. Es kostet Überwindung, sich einzugestehen: Ich schaffe es nicht alleine, das Geld ist zu knapp, der Schuldenberg zu hoch. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Schulden der Deutschen.

Wie viele Menschen gelten in Deutschland als überschuldet?

Zum 1. Oktober 2016 waren in Deutschland insgesamt 6,8 Millionen Bürger über 18 Jahren verschuldet. Das entspricht einer Quote von 10,06 Prozent. Sie ist erstmals seit acht Jahren wieder zweistellig. Im vergangenen Jahr betrug die Quote 9,92 Prozent. 2009 trugen Kurzarbeitsprogramme und sinkende Ölpreise dazu bei, dass die Schuldenquote stark sank. Derzeit leben in Deutschland nach den Zahlen des Schuldneratlas 2016, auf den sich auch die Bundesregierung in ihrem „Armuts- und Reichtumsbericht“ unter anderem bezieht, 4,17 Millionen Menschen, die dauerhaft überschuldet sind. Das sind 2,05 Millionen Haushalte. Bei ihnen geht es um juristische Sachverhalte, etwa Inkassoverfahren.

Gibt es „gute“ und „schlechte“ Schulden?

Menschen, die etwa für den Bau eines Hauses einen Kredit aufgenommen haben oder ein Auto leasen und die Raten regelmäßig zurückzahlen, gelten als verschuldet. Sie sind aber nicht überschuldet. Bei den überschuldeten Personen wird noch mal unterschieden. „Hart überschuldet“ bedeute, dass es bereits einen juristisch relevanten Sachverhalt gibt, etwa eine Privatinsolvenz. Als „weich“ überschuldet gilt jemand, der „nachhaltige Zahlungsstörungen“ aufweist – etwa, wenn man Verpflichtungen wie der Mietzahlung nicht nachkam und bereits mehrfach gemahnt wurde.

Welche Gruppen sind besonders betroffen?

Laut Statistischem Bundesamt suchten alleinlebende Männer im Jahr 2015 besonders häufig die Schuldnerberatungsstellen in Deutschland auf. Sie waren mit 30 Prozent die größte Gruppe. Häufig in Beratung waren auch alleinerziehende Frauen. Außerdem sind deutlich mehr ältere Menschen hoch verschuldet.

Was sind die Gründe?

Arbeitslosigkeit, Trennung, Krankheit sind die häufigsten Gründe für private Überschuldung. Übermäßiger Konsum folgt auf dem vierten Platz vor der gescheiterten Selbständigkeit. Aber auch wer arbeitet, kann in die Überschuldung rutschen. Immer häufiger ist Einkommensarmut der Grund dafür, dass Menschen ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Wir haben einen sehr breiten Niedriglohnsektor in Deutschland. Je niedriger das Einkommen ist, desto höher ist das Risiko, sich zu überschulden. Im hohen Alter sind oft die Ersparnisse aufgebraucht.

Was sagt die Politik?

Die Zunahme überschuldeter Haushalte ist ein Warnsignal, gerade wenn Einkommensarmut dafür eine Ursache ist. Es wäre sinnvoll eine Befreiung vom Solidaritätszuschlag für Menschen mit kleinem oder mittlerem Einkommen zu fordern. Es ist eine „Ungerechtigkeit“, wenn von der guten Konjunktur und den niedrigen Zinsen nur der Bundeshaushalt profitiere. Eine Regierung, die Arbeit eklatant stärker besteuert als Kapitalbesitz, handelt verantwortungslos und versündigt sich am Gemeinwohl. Durch einen Mindestlohn von zwölf Euro sollte eine Verschuldung verhindert werden.

Warum steigt die Zahl der Schuldner?

Es handelt sich wohl um ein sozialpolitisches Problem. Die Zahl der überschuldeten Menschen steigt, weil der Anteil derer steigt, die keinerlei Reserven haben. Immer mehr Menschen leben von der Hand in den Mund. Da reicht ein kleiner Ausfall, um in die Überschuldung zu rutschen. Schulden an sich sind kein Problem. In der heutigen Konsumgesellschaft ist es wirtschaftlich gesehen unsinnig, den Kaufpreis für eine Ware auf den Tisch zu legen, wenn man die Anschaffung auch auf Raten bei einer Null-Prozent-Verzinsung machen kann.

Wo holt man sich Hilfe?

Betrachten Sie deswegen Schulden nicht als hoffnungslose Begebenheit. Es ist sinnvoll, Experten im Bereich Verschuldung zurate zu ziehen. Private Dienstleister wie die FinMaxx Swiss AG und InterHypo Suisse GmbH helfen Ihnen den richtigen Einstieg zu finden um Ihre Schulden in den Griff zu bekommen und der Schuldenfalle zu entkommen.

Fangen Sie noch in diesem Jahr an sich helfen zu lassen und stellen Sie online eine kostenlose Anfrage bei den genannten privaten Dienstleistern!

 

Quellen:

Bericht der Bundesregierung, Statistisches Bundesamt, Schuldneratlas 2016, Morgenpost