Unterschied zwischen Vorkasse und Sofortüberweisung

21 Okt
21. Oktober 2015
Sofortüberweisung // Bildquelle: https://www.sofort.com

Sofortüberweisung // Bildquelle: https://www.sofort.com

Die Vorkasse gehört zu den häufigsten Zahlungsverfahren bei Online-Händlern. Immerhin sind sie dadurch sehr gut gegen Ausfälle abgesichert. Ein weiteres sehr oft angebotenes Überweisungs-Bezahlverfahren, ist die Sofortüberweisung. Vielen Käufern ist der Unterschied zwischen diesen Optionen nicht bewusst. Wir haben uns deshalb die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Bezahloptionen etwas genauer angeschaut.

Gleiches Grundprinzip: die Voraus-Überweisung

Sowohl bei der Vorkasse als auch bei der der Sofortüberweisung bezahlen die Käufer die Ware vor Erhalt. Die Sofortüberweisung ist also im Grunde genommen nur eine Form der Vorkasse. Allerdings läuft der Zahlungsvorgang anders ab:

Wenn Sie Vorkasse wählen, erhalten Sie vom Käufer die Kontodaten und überweisen dann das Geld – online oder mit Überweisungsschein in Ihrer Bank. Hinter der Sofortüberweisung verbirgt sich hingegen ein Online-Zahlungsanbieter, die Sofort GmbH. Wählen Sie diese Zahlungsoption, dann werden Sie im Bezahlungsschritt auf das Portal der Sofort GmbH geleitet. Dort geben Sie Ihre Zugangsdaten Ihres Online-Banking-Kontos an und bestätigen die Überweisung wie in Ihrem Konto mit einer TAN.

Die Sofortüberweisung stellt über diese Daten eine Verbindung zur Bank her und überweist von dort das Geld an den Online-Shop. Bis das Geld wirklich auf dem Konto des Shop-Betreibers eingeht, vergeht die gleiche Zeit wie bei der Überweisung per Vorkasse. Deshalb wird bei der Sofortüberweisung direkt nach Zahlungsabschluss an den Verkäufer eine automatische Info geschickt, die ihm die Bezahlung bestätigt. Das hat wiederum den Vorteil, dass Ihre Bestellung schneller verschickt wird.

Sicherheitsbedenken bei der Sofortüberweisung

Sofortige Zahlungsbestätigung beim Händler, schnellere Lieferung – sieht auf den ersten Blick nach einem eindeutigen Vorteil für den Käufer aus. Aber: Die Sofortüberweisung hat auch ihre Haken. Sie können diese Zahlungsweise nur nutzen, wenn Sie auch Online-Banking nutzen. Doch das allein ist noch kein Garant, dass das Ganze auch funktioniert, denn es gibt Finanzinstitute, welche aus Datenschutzgründen nicht mit der Sofort GmbH zusammenarbeiten.

Und genau hierin liegt der größte Kritikpunkt an der Sofortüberweisung. Sensible Bankdaten werden nicht über das Online-Bank-Portal der Hausbank eingegeben, sondern über ein Formular auf den Servern der Sofort GmbH. Die Übertragung an sich ist zwar sicher, aber es besteht dennoch die Möglichkeit, dass sich Dritte hier „einklinken“ und Zugriff auf das Konto erhalten.

Ware nicht erhalten – was dann?

Wie bei der Vorkasse ist auch bei der Sofortüberweisung keine Rückbuchung möglich. Ein Käuferschutz wie beim Online-Banking-Anbieter PayPal ist nicht von vornherein integriert. Es ist zwar möglich, mit der Sofortüberweisung einen Käuferschutz zu nutzen, aber eben nur bei den Online-Händlern, die im Zusammenhang mit dieser Zahlung den Käuferschutz anbieten.

In diesem Fall wird Ihr Geld nicht gleich an den Händler, sondern zunächst auf ein Treuhandkonto der Sofort-Bank überwiesen. Wenn Sie die Ware erhalten, dann bekommt der Händler innerhalb von 14 Tagen sein Geld. Erhalten Sie die Ware nicht, machen Sie über einen Link, den Sie in der Mail zur Zahlungsbestätigung finden, Ihren Käuferschutz geltend. Daraufhin erhält der Händler die Aufforderung, den Versand zu bestätigen, wobei er dafür maximal fünf Tage Zeit hat. Sendet er keine Versandbestätigung, erhalten Sie Ihr Geld zurück.