Der Einfluss des Ukraine-Konflikts auf Wirtschaft und Finanzen

11 Jun
11. Juni 2014
Ukraine Konflikt

Maidan protests on 31 January 2014 in Kiev, Ukraine ©krivinis – Fotolia.com

Für die Schweizer Wirtschaft gilt der russische Markt als Schlüsselmarkt. Deshalb sind die Großbanken von Sanktionen bzw. einem sich verschlechternden Verhältnis zu Russland überhaupt nicht begeistert. Auch der Goldpreis steigt kontinuierlich zum Krisenstand in der Ukraine auf neue Höchstpreise.

Schweizer Unternehmen in der Ukraine

Die andauernde Eskalation führt zu einem Kollaps der Wirtschaft. Besonders die vergangenen Jahre haben die Ukraine in eine wirtschaftlich desolate Lage geführt. Doch in den gegenwärtig unsicheren Verhältnissen verliert die ukrainische Währung immer mehr an Wert. Die Situation ist bald so schlimm wie auf dem Gipfel der Griechenlandkrise. Auch Schweizer Investoren leiden unter dieser Entwicklung. Besonders im Hotel- und Tourismusbereich fehlen einfach die liquiden Gäste, allen voran diejenigen aus Russland. Viele bekannte Schweizer Firmen wie Nestlé oder Vetropack bangen jetzt um ihre Investitionen in dem krisenerschütterten Land. Wer auf dem ukrainischen Markt investiert, musste stets mit Korruption rechnen. Doch nun blicken sie einer noch ungewisseren Zukunft entgegen. Denn wie sich der Konflikt weiter entwickelt, ist gegenwärtig schwer einzuschätzen.

Bereits im Februar hatte Österreich auf die Gewaltausbrüche in der Ukraine reagiert und einige Konten wichtiger Personen sperren lassen. Auch die Schweiz hält sich an die Liste der Sanktionen der EU. Dies betrifft neben Kontosperrungen auch Einreiseverbote für russische Spitzenpolitiker und prorussische Aufständische aus der Ukraine. Zudem verpflichteten sie sich, auf weitere Waffenlieferungen in die Ukraine zu verzichten.