Enormer Gewinn für die Schweizer Nationalbank

08 Jun
8. Juni 2015
Die Schweizer Nationalbank in Zürich // Bild: SNB

Die Schweizer Nationalbank in Zürich // Bild: SNB

Während die SNB 2013 noch 9 Milliarden Franken Verlust machte, kann sich das Ergebnis aus dem letzten Jahr wirklich sehen lassen: Satte 38 Milliarden Franken Gewinn kann die Nationalbank für 2014 vorweisen. Woher diese Gewinne stammen und wie sie genutzt werden, zeigt der folgende Beitrag.

Bewertungseffekte lassen die Kasse klingeln

Der Verlust im Jahr 2013 lag am Fall des Goldpreises. Die SNB besitzt mehr als 1000 Tonnen Gold, die damals rund 15 Milliarden weniger wert waren. Deshalb mussten die Kantone und der Bund 2013 auch auf ihre Gewinnausschüttung verzichten.

Ganz anders das Bild 2014: Der Wert des Goldes stieg und mit ihm der Bewertungsgewinn für die SNB. Diese 4 Milliarden Franken wurden durch den Devisenbestand noch gehörig aufgestockt. Sie ergaben einen Gewinn von 34 Milliarden Franken.

Verteilung an Kantone und Bund

Im Jahr 2011 gab es eine Vereinbarung zwischen der Schweizer Nationalbank und den 26 Kantonen. Danach muss die SNB den Kantonen jedes Jahr eine Milliarde Franken Gewinn auszahlen. Zwei Drittel davon erhalten die Kantone, ein Drittel der Bund. Die Auszahlung erfolgt allerdings nur unter der Bedingung, dass die Nationalbank genug Gewinn gemacht hat, um neben dem Geld an die Kantone noch Gewinn zu haben, um ihre Reserven zu stärken.

2014 war das problemlos möglich. Die Bank konnte die Währungsreserven um 2 Milliarden aufstocken, die Ausschüttungsreserve wuchs auf 28 Milliarden Franken an. Zudem wurde die Gewinnausschüttung an die Kantone deutlich erhöht: Sie erhielten die doppelte Menge, nämlich 2 Milliarden Euro.