Das Referendum zur Einwanderung in der Schweiz

01 Sep
1. September 2014

Nachdem sich die Schweiz im Februar 2014 mit über 50% für eine begrenzte Zuwanderung entschieden hat, war der politische und mediale Aufschrei besonders groß. Bei einem Ausländeranteil von 23% in der Schweiz drängt sich einem natürlich die Frage auf, welche Auswirkungen diese Volksabstimmung auf die Wirtschaft haben wird. In vielen Bereichen ist der Schweizer nämlich durchaus angewiesen auf die Unterstützer aus seinen Nachbarländern.

Die EU sieht sich nun mit der Zugangsfrage zu seinem Binnenmarkt konfrontiert. Denn dieser ist genau mit der Personenfreizügigkeit verbunden, die hier eingegrenzt werden soll. Hatte sich die Schweizer Wirtschaft schon vor der Abstimmung gegen diesen Antrag ausgesprochen, ist er trotz knapper Mehrheit nun bewilligt worden und muss binnen der nächsten drei Jahre umgesetzt werden. Dabei nahm die Schweiz nicht nur immer gern das Geld seiner Nachbarländer in Obhut, sondern bot auch den Einwohnern attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten.

Doch was ist passiert, dass sich die Einstellung zu Ausländern und die Atmosphäre in der Schweiz derart geändert hat? Immer höhere Mieten mögen eine der vielschichtigen Antworten sein. Doch viel spannender ist zudem die Frage, wie würde denn ein solches Votum in Ländern wie Frankreich oder Deutschland ausfallen?