Schulden – Das beherrschende Problem unserer Zeit?

02 Jan
2. Januar 2015
Schulden weltweit

Foto: Geralt / pixabay.com

Immer wieder hört und liest man von Begriffen wie Neuverschuldung und Schuldenquote. Die ganze Weltwirtschaft scheint vollständig auf Pump gebaut zu sein. Zu Zeiten der Finanzkrise 2007/2008 lag die Schulden-Gesamtsumme aller Länder bei über 100 Billionen Dollar, Ende 2013 war man schon wieder bei mehr als 150 Billionen angelangt – Tendenz steigend. Haben die Finanzakteure und Politiker also scheinbar gar nichts gelernt?Vollmundig wurden Änderungen angekündigt. Das Bankwesen sollte im Zaum gehalten werden, übertriebene Bonus-Zahlungen verboten und Finanzjongleuren der Anreiz zum Zocken genommen werden. Aber schon kurze Zeit später liest man wieder von hohen Bonus-Zahlungen.

Wann kommt die Schuldenbremse?

Auch der Begriff Schuldenbremse fällt immer wieder. Doch die Neuverschuldung der meisten Staaten wächst immer weiter, obwohl auch die staatlichen Einnahmen weiter steigen. Heutzutage scheint es normal zu sein, dass fast jeder Staat seine Schulden mit immer neuen Krediten abzahlen muss. Wenn man die Staatsschulden Österreichs auf jeden Einwohner verteilt, so kommt man auf eine Summe von mehr als 37.000 Euro pro Kopf.
Man könnte meinen, dass dies global gesehen kein Problem ist, da ja jede Schuld das Vermögen eines anderen ist und somit am Ende eine große Null steht. Doch die Verteilung ist extrem ungleichmäßig und die Schere zwischen Gläubigern und Schuldnern wächst immer weiter. Es scheint ganz so, also ob der nächste Crash kurz bevor steht.

Auch private Schulden steigen immer mehr

Doch nicht nur die Staaten weltweit sind verschuldet, auch die Zahl der Privatschulden steigt immer mehr. 2001 betrug die Gesamtverschuldung der Privathaushalte in Österreich nur 28 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, 2012 waren es schon 47 Prozent. Gerade für junge Menschen reicht oft schon ein teurer Handyvertrag, um in der Schuldenfalle zu landen. Beim Verlust des Arbeitsplatzes werden Kredite und Verträge dann schnell zum Verhängnis.