Sparkasse – Unterstützung von Flüchtlingen bei der Kontoführung

09 Sep
9. September 2015
Die Sparkasse unterstützt Flüchtlinge bei der Kontoführung

Die Sparkasse unterstützt Flüchtlinge bei der Kontoführung

Seit Juli bietet die Sparkasse Fulda einen mehrsprachigen Flyer an, in dem Flüchtlinge grundlegende Hinweise zur Kontoführung bzw. zum Umgang mit der EC-Karte erhalten. Eine Initiative, die ihresgleichen sucht. Denn die meisten Banken lehnen von vornherein die Kontoeröffnung für Flüchtlinge ab.

Die wichtigsten Infos zur Kontoeröffnung und Kontoführung

Der Flyer der Sparkasse Fulda ist den Sprachen Englisch, Arabisch und einer afrikanischen Sprache aus dem Süd-Sudan erhältlich. Die meisten Flüchtlinge sprechen kein einziges Wort Deutsch und erhalten mit dieser Broschüre leicht verständliche und nachvollziehbare Informationen zu den wichtigsten Aspekten rund um die Kontoeröffnung und -führung. Sie erhalten z.B. Hinweise zur PIN, zum sicheren Umgang mit der EC-Karte, zum Geldabheben, zu Überweisungen und zu den Kontoauszügen.

Sparkassen häufig die ersten Anlaufstellen

In einigen Kommunen sind die Sparkassen für die monatlichen Auszahlungen an die Flüchtlinge verantwortlich. Außerdem gehören sie zu den wichtigsten Anlaufstellen, wenn es um eine Kontoeröffnung für Flüchtlinge geht. Denn mit den „Bürgerkonten“ gehen die Sparkassen die Verpflichtung ein, jedem unabhängig von seiner Herkunft oder seinem sozialen Stand ein Konto zu ermöglichen.

Andere Finanzdienstleister sind bei Flüchtlingen wesentlich zurückhaltender. Das liegt einerseits daran, dass sie befürchten, gegen die Geldwäschevorgaben der Bafin zu verstoßen, andererseits möchten sie nur ungern Personen zu ihrem Kundenstamm hinzufügen, die von vornherein wenig oder keinen Gewinn versprechen.